Bedrohungen für den Regenwald

 

Der Regenwald stirbt – und das hat viele Gründe: Regenwald wird zum Beispiel aufgrund des wertvollen Holzes gerodet.  Er enthält auch wertvolle Bodenschätze, wie zahlreiche Edelmetalle, Aluminium und Erdöl. Letztlich wird Regenwald auch schlicht gerodet, um Platz zu schaffen – zum Beispiel um Straßen, Staudämme und Häuser zu bauen, riesige Soja- und Ölpalmplantagen anzulegen, oder Flächen für Rinder zum Grasen zu schaffen.

Klicke dich durch die Bilderreihe um zu verstehen, wie sehr wir als Industrienation an der Zerstörung des Regenwalds beteiligt sind und wie du in deinem Alltag den Erhalt des Regenwaldes mit beeinflussen kannst.

Palmöl
Palmölplantagen sind der Hauptgrund für die Regenwaldzerstörung in Indonesien. Besonders betroffen davon ist der Menschenaffe Orang-Utan, der durch die Zerstörung seines Lebensraumes als extrem bedroht bzw. stark gefährdet gilt. Palmöl ist in vielen Produkten, wie Schokolade, Waschmittel, Kosmetikprodukten oder Tiefkühlpizza enthalten und das obwohl einige seiner Stoffe laut Bundesamt für Risikobewertung als giftig und krebserregend gelten. Da lohnt sich ein zweiter Blick auf die Inhaltsstoffe!
Plastik
Plastik wird aus Erdöl hergestellt, aber woher kommt das Erdöl? Zahlreiche unterirdische Erdölvorkommen befinden sich in den tropischen Regenwäldern. Dafür wird der Regenwald leider großflächig zerstört. Für Bagger, Transporter, Pipelines und Straßen. Außerdem ist Plastik nur zu einem geringen Teil recycelbar, was die riesigen Mengen an Plastikmüll immer weiter wachsen lässt.
Papier
Umgerechnet auf die Einwohnerzahl hat 2020 jede/r Deutsche im Durchschnitt 209 Kilogramm Papier verbraucht! Ein Großteil davon kommt aus illegal gerodeten Wäldern. Der Papiergrundstoff Zellulose wird aus Eukalyptusbäumen gewonnen, die monokulturell der Fruchtbarkeit der sonst so fruchtbaren, tropischen Böden schaden. Achte daher beim Kauf auf Recyclingpapier aus 100 Prozent Altpapier, am besten mit dem Umweltsiegel „Blauer Engel“.
Soja
Was hat meine Bratwurst mit dem Regenwald zu tun? Für die Massentierhaltung werden riesige Mengen an Futter benötigt. Ein großer Teil dieses Futters wird aus der Sojabohne gewonnen. Deshalb werden unzählige Hektar Regenwald und somit auch artenreicher Lebensraum zerstört, um gigantische Sojaplantagen zu errichten.
Tropenholz
Teak und Mahagoni sind zwei der bekanntesten Tropenhölzer. Tropenholz ist beliebt bei der Herstellung von Möbeln, Särgen und auch Papier. Das Problem ist, dass das Tropenholz sehr häufig illegal abgeholzt und dann nicht wieder aufgeforstet wird. Aus den gerodeten Flächen entstehen dann oft Plantagen. Nutze daher beim Kauf von Holz oder Holzkohle lieber heimische Hölzer, die bestenfalls mit dem ® FSC-Siegel ausgezeichnet sind.
Aluminium
Aluminium ist für uns ein selbstverständliches Produkt, dabei wissen die wenigsten um dessen Ursprung. Fast alle natürlichen Ressourcen für die Aluminium-Gewinnung finden sich in den Böden in und um die Tropen. Zum Beispiel befindet sich das dafür nötige Erz Bauxit weltweit zu 90 Prozent im Tropengürtel. Außerdem entsteht bei der Verarbeitung das Abfallprodukt „Rotschlamm“. Dieser Schlamm ist sehr giftig: Er enthält unter anderem Quecksilber, Arsen und sogar radioaktives Uran. Da dieser einfach in Flüsse geleitet wird, verseucht er dort z.B. das Grundwasser und Lebensräume.
Handys
In deinem Handy stecken über 60 seltene Rohstoffe – viele davon aus dem tropischen Regenwald. Als Beispiel werden für Coltan im Kongo riesige Regenwaldflächen abgeholzt. Die gigantischen Löcher der Coltanminen verwüsten dabei ganze Landstriche. Klar, auf ein Handy verzichten möchten die wenigsten… Aber eine Frage kannst du dir stellen: Muss es jetzt schon wieder ein neues Smartphone sein? Außerdem lohnt es sich, dein altes Handy zu verschenken, verkaufen oder es in ein Elektromarkt zu geben. So können nämlich kostbare Bestandteile weiterverwendet oder recycelt werden.